Percy Jackson and The Olympians: The Lightning Thief (2010) / Kanada, USA
Regie: Chris Columbus
Drehbuch: Craig Titley, Rick Riordan (Roman)
Schauspieler: Logan Lerman, Uma Thurman, Rosario Dawson, Pierce Brosnan, Sean Bean, Kevin McKidd, Catherine Keener, Steve Coogan, Jake Abel, Alexandra Daddario, Joe Pantoliano, Melina Kanakaredes, Serinda Swan, Chelan Simmons, u.a.
Laufzeit: 119 Minuten
Start CH: 11.02.2010
Verleih: 20th Century Fox
Weitere Filminfos

Die Götter müssen verrückt sein von Sarah Stutte

Verfilmungen von Fantasy-Jugendbuchreihen sind in Hollywood seit dem Erfolg von Harry Potter sehr beliebt. Nach Narnia, dem Kompass, dem Tintenherz und den gefühlsduseligen Vampiren gibt es nun neu Griechische Mythologie für die Youtube-Generation.

 

Percy Jackson (Logan Lerman) ist ein mittelmässiger Schüler, der mit seiner Mutter (Catherine Keener) in New York lebt. Seinen Vater hat er nie kennengelernt. Bis anhin hatte er auch nicht viel mit griechicher Mythologie am Hut, dies ändert sich jedoch, als sich seine Mathelehrerin auf einem Museumsbesuch plötzlich in ein gruseliges Monster verwandelt und ihm an die Gurgel will. Nachdem sich der Teenie vom ersten Schock erholt hat, erfahren er und sein bester Freund Grover (Brandon T. Jackson) von einem anderen Lehrer (Pierce Brosnan) die Wahrheit: Grover ist ein Satyr und Percy heisst eigentlich Perseus und ist der Sohn des mächtigen Meeresgottes Poseidon. Der Lehrer, der sich in den Zentaur Chiron verwandeln kann, unterrichtet die beiden von nun an in einem Halbgötter-Camp, um ihre Begabungen zu fördern. Dort lernen sie den Athene-Nachwuchs Annabeth (Alexandra Daddario) kennen. Freunde kann Percy gut gebrauchen, denn Zeus (Sean Bean) hat ihn im Verdacht, seinen Herscherblitz gestohlen zu haben und darum mal schnell den Gott der Unterwelt vorbeigeschickt (Steve Coogan), um Percys Mum in dieselbige zu entführen. Der 16-jährige macht sich also mit Grover und Annabeth quer durch die USA auf nach Hollywood, wo sich zeitgemäss nun der Eingang zum Hades befindet. Es gilt für Percy, Mama aus der dunklen Gruft zu befreien und nebenbei die eigene Unschuld zu beweisen.

 

Wir resümieren: Ein Teenager von heute, der aus seinem ihm bekannten Leben herausgerissen wird, sich mit einem gleichaltrigen Jungen und einem ebensolchen Mädchen anfreundet, zusammen mit ihnen an einem geheimen Ort die veranlagten Fähigkeiten trainiert und das Erlernte dann alsbald gegen das Böse der Welt einsetzt. Nein, der neue Harry Potter kommt erst im November dieses Jahres in die Kinos. Der Inhalt der Bücher von Rick Riordan ist aber, ausser, dass hier statt Zauberlehrlingen, Halbgötter am Werk sind, nahezu identisch. Darüber hinaus führt Chris Columbus Regie, der Mann, der auch den Potter das erste Mal auf die Leinwand schickte. Wenn sich aber Percy Jackson and the Olympians: The Lightning Thief schon dem direkten Vergleich zum berühmten Verwandten nicht entziehen kann, punktet er in diesem aber auch. Logan Lerman ist um einiges kantiger als ein Daniel Ratcliffe und das ist nicht nur aufs Aussehen bezogen. Des Weiteren haben Götter an sich schon etwas Bedrohlicheres, als der dunkelste aller schwarzen Magier. Sie sind nicht so einfach wegzuzaubern und dies verspricht an sich schon mal mehr Action. Dem ist auch so, denn ruhige Minuten gibt es in Percy Jackson eigentlich kaum. Die CGI-Effekte kommen erwachsener rüber und sind bei der Vielzahl der Kreaturen gelungen, die da äusserst grimmig und mit vielen Köpfen oder Schlangenhaar durchs Bild fegen (auch als Medusa bleibt Uma Thurman sexy!). Eine Ausnahme ist Pierce Brosnan als Zentaur, wo Ober- und Unterkörper nicht immer die gewünschte Einheit bilden. Unterhalten wird man darüber hinaus durch ein wenig mehr Witz und Lockerheit, Punkte, die ein Harry Potter oft vermissen lässt. Köstlich ists, wenn Hades und seine Frau Persephone (Rosaria Dawson) sich anzicken und auch Percys Buddy Grover hat einige flotte Sprüche auf Lager.

 

Sicher gibt es auch Abstriche: Wenig Überraschendes und daraus resultierend fast keine Spannung trotz flotter Inszenierung. Wegen dieser leidet auch die Figurenzeichnung und vieles, was im Roman definitiv mehr Platz hatte (z. Bsp. die Gewöhnung der Hauptfigur an ihr neues Leben), wird verkürzt oder ganz weggelassen. Die Fans der Buchreihe werden somit vermutlich nur bedingt Freude an der Verfilmung haben. Da sich diese aber auch eher in Amerika tummeln, kann vor allem das hiesige, pubertierende Publikum diesen kurzweiligen Spass sicher ohne jegliche Vorurteile geniessen und dabei sogar noch was lernen. Denn griechische Mythologie ist alles andere als lahm und angestaubt und wird in Form von Percy Jackson vermutlich noch eine Fortsetzung finden.

 

Groarr Bewertung:
User Bewertung:
(2 Bewertungen)
11.02.10 Sarah Stutte Drucken E-Mail Kommentare [0]
VERWANDTE THEMEN
Neuigkeiten
03.02.10 Percy Jackson: Drei Character Banner
18.12.09 Neuer internationaler Percy Jackson Trailer
18.11.09 Internationaler Trailer zu Percy Jackson

>Ausführliche Filminfos, Trailer und Bilder<
Zurück nach Oben